Wieso?

•Mittwoch, 19. September 2012 • 2 Kommentare

Wieso behalte ich eigentlich dieses Blog, wenn ich so gut wie gar nicht mehr darin schreibe?

Weil ich mir tatsächlich einbilde, dass ich demnächst wieder hochinspiriert Dinge von mir gebe, nach denen die Welt förmlich hungert?

Es ist nicht so, dass in meinem Leben nichts mehr passiert. Nur habe ich entweder keine Lust, das in die Weltgeschichte zu posaunen, oder ich habe Bedenken, wer da wohl alles mitliest und sich seinen Teil denkt.

Es ist nicht so, dass ich gar keine Zeit habe und auch Ideen sind da. Nur meine eigene Begeisterung für den Krempel lässt auf dem Weg an den Rechner schon nach.

Andererseits ist ein brachliegendes Blog auch schon eine Aussage.

Und da gibt es noch Facebook, wo man seinen Senf ja auch loswerden kann.

Ich bin wirklich unentschlossen, wie es hier weiter gehen soll.

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Primark – der große Horrorladen

•Freitag, 13. April 2012 • 1 Kommentar

Meine hellauf begeisterten Kinder  berichteten mir von einem Beutezug bei Primark im Nordwestzentrum. Alles superdoll und so superbillig, dass ich mir das mit superdoll nicht so richtig vorstellen konnte. Sie wollten mir das unbedingt zeigen und deshalb haben wir unseren vorletzten Ferientag den Göttern des Konsums geopfert. Das Abenteuer, aus dem Parkhaus in das Einkaufszentrum zu finden, lasse ich hier mal aus. Leute, die mich und meinen Orientierungssinnn gut kennen, denken sich einfach ihren Teil.

Beim Betreten des Ladens klappte mir dann erst mal der Kiefer runter – aber nicht vor Begeisterung. Es stank dermassen nach Chemikalien, dass es einem sofort in den Lungen brannte. Kunden mit Beutesäcken, in die die Kleidung gestopft wurde, als ginge sie direkt in die Altkleidersammlung, trampeteln über auf dem Boden liegende Ware. Dabei blieb auch durchaus einiges auf der Strecke. Schlangen vor der Umkleide – besonders bei den Damen und noch längere Schlangen an den Kassen weckten in mir den dringenden Wunsch, dass wir bitte, bitte nichts finden mögen. Auf den Etiketten der Bekleidung kein Hinweis auf das Herstellungsland. Immer lauter die Frage: Will ich hier wirklich etwas kaufen?

Die Kunden behandelten die Ware schon wie Müll, bevor sie sie kauften. Stoische Verkäufer legten endlos Klamotten zusammen, aber das Chaos blieb. Was zur Hölle weckt solchen Vandalismus in ganz normalen Leuten.

Ich bin weiß Gott kein großer Weltverbesserer. Wir essen Fleisch von unglücklichen Hühnern und Kartoffeln, die so behandelt sind, dass sie niemals keimen. Ich trinke Wasser aus PET-Flaschen und glaube trotzdem, dass ich eine sagenhafte Lebenserwartung habe. Ich trenne Müll halbherzig und ja – ich kaufe auch Turnschuhe von Marken, die schon mit Kinderarbeit in Verbindung gebracht wurden. Aber dieser Laden hat mein Ignoranz-Potential ganz klar überfordert.

Ob’s die giftigen Dämpfe waren, die jegliche Wertschätzung der Ware und Rücksicht den Verkäufern gegenüber zu Tode ätzten? Wer so mit seiner Umwelt umgeht, dem ist es auch scheißegal ob die indische Arbeiterin Krebs von den Azofarben bekommt, oder ob sie von 12 Stunden Arbeit täglich ihre Kinder ernähren kann.

Wir verließen den Laden fluchtartig und zumindest ich werde nicht zurückkehren. Ich will nicht, dass mein Sohn schwarze Beine von neuen Hosen bekommt und meine Tochter die Krätze von den hübsch bunten Kleidchen. Und ich will nicht dieselben Klamotten tragen, wie Leute, die sich im Laden wie Russen am kalten Buffet benehmen, auch wenn das jetzt mal eben politsch unkorrekt gewesen sein könnte.

Vom Frühling

•Mittwoch, 28. März 2012 • 1 Kommentar

Gerade habe ich in einem befreundeten Blog mal wieder darüber gelesen, was man sich so alles anhören muss, wenn man in seinem eigenen Blog über sein Leben schreibt was einem eben so beliebt. Einst  regte  sich gar eine Leserin über das Wort Hygieneartikel auf und meint, die Autorin müsse ihr nicht ständig unter die Nase reiben, dass sie noch nicht in den Wechseljahren sei.

Heute schrub sie – ja doch wirklich, sie schrub – über Erwägungen, ihre Gebärmutter entfernen zu lassen und über das Ohrenschmalz in ihren Ohren.

Ich war kurz versucht, in einem Kommentar über die schwarzen Krümel zwischen meinen Zehen zu referieren und wollte auch nachfragen, ob irgend jemand außer mir immer Fusseln unter den Armen hat, weil die Stoppeln der rasierten Haare bestimmte Fasern abribbeln.

Aber das sind natürlich ganz große Bäh – Themen, die besonders Leute anziehen, die sich dann drüber beschweren,was sie da zu lesen bekommen. Das schreibe ich dann doch lieber in mein eigenes Blog und gucke ob sich jemand beschwert…

Und dann ist da noch die Sache mit den Kondomen. Ich habe in einer Schublade welche gefunden, die nur noch bis 5/2012 haltbar sind.  Das sind noch 5 Stück und nach ausführlichen Berechnungen und Betrachtungen über mein Liebesleben bin ich zu dem Schluss gekommen, dass ich es nicht schaffe, die aufzubrauchen. Sollte man nicht denken, wo doch der Frühling gerade so schön ist.

Und ich habe auch keine hübsche Deko-Idee, bei der die Dinger eine Rolle spielen könnten. Mag jemand????

Vakuum

•Dienstag, 28. Februar 2012 • Schreibe einen Kommentar

Man kann nach einem wilden Tag im Büro tanzen bis der Kopf leer ist. Toll, und was macht man dann mit dem Vakuum?

3 Monate Blogpa…

•Samstag, 25. Februar 2012 • Schreibe einen Kommentar

3 Monate Blogpause sind schon ein starkes Stück. Aber jetzt soll es weitergehen. Bloß womit. Also erst mal mit der Mitteilung, dass ich den Winter gut überstanden habe. Das ist bei mir nicht selbstverständlich. Ich habe es in den vergangenen Jahren 2 Mal geschafft, nach dem Jahreswechsel erst mal ein paar Monate nicht mehr auf die Beine zu kommen. Und das nicht etwa, weil ich an Sylvester dem Sekt zu sehr zugesprochen hätte.

Ich habe gut auf mich aufgepasst. Immer genug geschlafen – manchmal auch ein bisschen mehr als genug – was bei mir dann schon wieder bedenklich ist. Aber ich hatte diesen Winter, genauer gesagt seit dem Hochsommer nicht einen einzigen Infekt. Keinen Schnupfen, keine Angina, schlicht nix. Ich kann mich nicht erinnern, das jemals in meinem Leben geschafft zu haben.

Und ich hatte durchaus Kontakt zu wahren Bazillen- und Virenschiffen. Und was die Kindelein alles angeschleppt haben…

Gut, jetzt weiß der geneigte Leser schon einmal, was hier nicht los war. Was war also los?

Jetzt im Februar hatten wir einen prima Wasserrohrbruch in Sarah’s im Januar frisch renoviertem Zimmer. Spaß ohne Ende!!! Das Loch gähnt jetzt noch in der Wand.

Eine Woche später lauschte ich des nachts meinem Kater, der seinem neuestem Hobby zu fröhnen schien, den Futterschrank auszuräumen und mit den Dosen zu kegeln. Irgendwann wurde mir das Gepoltere zu laut und ich krabbelte aus dem Bett um das Katzenviech zu disziplinieren.

Das Katzenviech war es aber gar nicht gewesen. Und die drei Kerle, die ich in meinem Wohnzimmer antraf, wollten sich durchaus nicht disziplinieren lassen. Vielmehr ergriffen sie die Flucht, mitsamt meinem Laptop, Sarah’s üppigen Ersparnissen und unseren Fernbedienungen für TV und Sat-Receiver.

Ich schlafe seit dem nicht unbedingt besser.

Seit November war ich viel in Sachen Tanzen unterwegs. Salsa, jede Menge. Und meine Güte ihr glaubt ja gar nicht, was für einen genialen Muskelkater man davon bekommen kann.

So, das soll es für heute gewesen sein. In nächster Zeit also mehr. Vielleicht über den Tag, an dem ich mit Mr Bean getanzt habe. Oder wie ein tief ausgeschnittenes Oberteil unseren Tanzlehrer meine wunderschönen Augen hat entdecken lassen…

Och nöööö!

•Mittwoch, 30. November 2011 • Schreibe einen Kommentar

Kaum hatte ich gestern festgestellt, dass es auf meinem Konto nicht ganz so böse ausschaut wie befürchtet, steht der Stromversorger mit einer Nachzahlung auf der Matte und der Heizungskeller unter Wasser. Ich hoffe nur, da ist kein Wasserrohrbruch in der Wand, die sich der Heizungskeller mit meiner Waschküche teilt. Dort ist nämlich allerliebst gefliest und es wäre blöd, da ein Loch in die Wand hauen zu müssen. 

Und mein Auto klingt komisch und fährt lieber leicht nach links als geradeaus.

Ich werde mir jedenfalls keine Sorgen machen müssen, was mit dem Geld auf meinem Konto passieren soll.

Vertrauensbildende Maßnahmen

•Mittwoch, 30. November 2011 • 1 Kommentar

Heute wollte ich per Online-Banking der Postbank Geld überweisen. Beim Anmelden forderte mich die Seite auf, Cookies zuzulassen, dann könne ich mich auch anmelden. Nix gegen Kekse, aber wir nehmen sie nun mal nicht von jedem. Mein erster Gedanke war, dass meine liebreizenden Kindelein an den Sicherheitseinstellungen gebastelt haben könnten. Aber ein kurzer Check ergab, dass da noch alles in bester Ordnung ist. Na gut sagte ich mir. dann darf eben die Postbank mir explizit Kekse schenken. Eingegeben, den Browser geschlossen, neu geöffnet. Nixda!

Weil mir die Sache irgendwie komisch vorkam, mal kurz Google befragt. Und gugge da, das Phänomen ist seit 18 November für Firefox User bekannt und die Postbank arbeitet an einer Lösung. Heute haben wir den 30. und das Problem ist soweit behoben, dass ich als Explorer Nutzer jetzt dasselbe Problem habe. Das ist doch immerhin Gerechtigkeit. Und dass bei einer Banking-Software mal Programmierfehler auftreten, das kann ja schon mal passieren, oder? Geht ja nur um die Sicherheit von ein paar Millionen Kunden. Uahhh!!!