WhatsApp!

Ich geb’s zu. Auch bei uns gibt es dieses Spielzeug, das eigentlich keiner braucht und darüber hinaus erschreckend teuer ist. Die Tochter war’s, die damit angefangen hat. Die Freundin hatte so ein Dings und es war ja sooooo g…enial und sie wünscht sich nichts mehr außer diesem Dingsda. Ich musste dem Kind allerdings verraten, dass die Verwandtschaft nicht unbedingt von Luxuselektronik in Kinderhand zu überzeugen sei. Nun ist das Kind löblicherweise sehr sparsam und hat ihr nicht unbedingt üppiges Taschengeld jahrelang gebunkert. Und ich hatte nunmal gesagt, dass damit alles was legal ist gemacht werden dürfe. Das Kind schlug also zu. Das Dingsda kam an und wer durfte es einrichten? Moi!
Und wie ich da so vor mich hin fummelte und bastelte fand ich, dass ich eigentlich auch so ein Dingsda haben müsse. Denn es kann wirklich allerhand. Fensterputzen und bügeln zwar nicht, Aber vieles andere. Auch der Sohn prüfte plötzlich seinen Kontostand auf der Opa-Bank und unglaublich aber wahr, bald gab es drei Dingsdas bei uns. Wahnsinn!
Nun hatte ich bei anderen Dingsda-Besitzern gesehen, dass die so eine Progrämmchen drauf haben, mit dem sie untereinander Nachrichten, Bilder, etc austauschen können und das kostenlos. Ja Mensch, da kann man ja gleich einen Teil der horrenden Anschaffungskosten wieder reinbekommen, dachte ich in meiner wirtschaftlichen Art. Und flugs machte ich mich auf um das Progrämmchen anzuschaffen. Der Preis wäre kein Thema gewesen. 79 Cent hätte ich gerade noch investiert.
Aaaaaber – ich bin ja so eine, die gerne erfährt, was Andere von so was halten. Daher lese ich gerne Bewertungen und besonders gerne schlechte Bewertungen.
Tja und da hatten eine ganze Reihe von Leuten heftig bemängelt, dass das Progrämmchen alle Kontaktdaten aus dem Dingsda des Benutzers ausliest und auf einen Dingsda-Hersteller-Server läd und auch noch weiternutzen will. Lehnt man das ab, Hat man 79 Cent vergeudet, denn dann funktioniert das Ganze nicht.
Unglaublich fand ich und suchte nach Dementis. Gibt’s nicht. Es ist wahr. Ein paar hundertmal kann man es in den Bewertungen lesen, aber trotzdem finden Tausende von Leuten das Programm uneingeschränkt – Boah, g…enial.

Nun könnte man sagen, dass es ja kein Problem sei, keiner zwinge mich, die 79 Cent zu investieren.
Nur weiß ich nicht, wieviele meiner Bekannten das Programm nutzen und bedenkenlos der Weitergabe meiner Kontaktdaten zugestimmt haben. Und das finde ich – boah – gar nicht g…enial.

~ von danielag - Freitag, 23. September 2011.

3 Antworten to “WhatsApp!”

  1. Übrigens, die Dingsda-Firma stellt Dingsdas her, mit denen man auch telefonieren kann. Wir haben nur die jenigen, mit denem man alles außer telefonieren kann. Und irgendwann kam der Dingsda-Firma der Gedanke, dass man auf solchen Dingsdas häufig keine Kontakte speichert, sondern nur Musik. Daher können seit einer bestimmten Programmversion nur noch die Telefon-Dingsdas das Programm nutzen. Und das finde ich in dem Fall wirklich gut. Denn auf die Art kommen meine Kindelein nicht auf dumme Gedanken.

  2. Ich möchte mir nächste Woche auch endlich so ein Dingsda kaufen *rumsabber*, und sage schon mal danke, die Info weiß ich durchaus zu schätzen.

  3. Ich habe kein Dingsda und auch nicht vor, eines zu erwerben – bin ich überhaupt noch ein vollwertiger Mensch?

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