Das Leben ist kein Kaffeeklatsch

Jeder, der ein Kind in der Schule oder einer Betreuungseinrichtung hat, kennt die ewigen Fragen nach Kuchenspenden.
Beim Adventsbasteln, beim Klassenfest, Sommerfest, Zur Einweihung von neuen Gebäuden, Um Spenden für den Förderverein zu sammeln.
Die eine oder andere Sache ist ja sicher unterstützenswert, aber langsam artet die Bettelei um Kuchen echt aus.
Heute wurde ich angeschrieben, ob ich nicht einen Kuchen für den Elternsprechtag backen könne.
Hä???
Um die Wartezeiten zwischen den Terminen zu verkürzen.
Also, der Elternsprechtag kommt mir eh schon nicht besonders gelegen. Nach längerer Krankheit bin ich die erste Woche wieder im Büro und schon muss ich einen halben Tag freinehmen. Und natürlich stelle ich mich am Vortag nach einem vollen Arbeitstag und dem Hausaufgaben-Spaß mit meinen Kindern noch fröhlich ein Liedchen pfeifend in die Küche und bastele einen Kuchen. Den darf ich dann am nächsten Tag gegen eine geringe Gebühr erwerben um mir die Wartezeit zu vertreiben.
Ich verbitte mir Wartezeiten, Herrschaften!
Statt eines Kuchenbüffets sollte man lieber organisieren, dass die Termine dann stattfinden, wenn sie vereinbart sind. Dann brauche ich die Zeit nicht damit zu verbringen, um an meinem Altersdiabetes zu basteln.

Mensch hab ich mich aufgeregt, ich glaub ich brauch jetzt was Süßes!

~ von danielag - Dienstag, 15. Februar 2011.

2 Antworten to “Das Leben ist kein Kaffeeklatsch”

  1. Heute ereilte mich dann die Anfrage für einen zu backenden Kuchen für den Wahlsonntag. Der Verkauf kommt dem Förderverein zu gute. Diesen Kuchen werde ich backen, denn damit ist sichergestellt, dass ich meiner Bürgerpflicht nachkomme.
    Dann wäre noch ein Standdienst am Faschingssamstag im Angebot.
    Außerdem gibt es einen Sponsorenlauf an beiden Schulen. Einer davon mitten am helllichten Werktag, damit die Kinder auch wirklich da sind. (Freiwilliges Engagement der Kinder erwartet eh kein Schwein). Berufstätige Eltern können zwar nicht persönlich anwesend sein, sollen aber pro gelaufener Runde Ihres Kindes einen Euro blechen. Bei meinem Sohn ist die Runde 200m lang und der ist mit mir schon 5km gejoggt. Vielleicht sollte ich ihm strategisch was auf den Fuß fallen lassen. Sollte einer auf die Idee kommen, dass die abwesenden Eltern für die Anwesenden Kuchen backen. —Nein auf die Idee kommt niemand, oder?

    Und ich überlege mir auch gar nicht, mal Rhizinus-Muffins zu backen. Neineinein, das denk ich nicht!!!

  2. Ich spende keine Kuchen mehr, ich gehe nicht zu Elternsprechtagen.

    Stattdessen essen wir Kuchen selber und machen im Bedarfsfall Termine mit Lehrern zu deren Sprechzeiten aus – die sie praktischerweise das ganze JAhr über anbieten.

    Man sollte mir die Kinder wegnehmen…

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