Meine Herren…

Meine Herren,…

…wir müssen über Ihre Geschlechtsteile sprechen.
Ja, das Thema ist erschütternd, aber was ich heute gesehen habe, hat mich fix und fertig gemacht.
Heutzutage rasiert ja jedermann und auch jedefrau lustig an sich herum.  Über Sinn und Unsinn dieser Maßnahme kann man streiten, aber die regelmäßige Saunagängerin weiß, was angesagt ist.

Und Jungs, so schlecht finde ich das auch gar nicht. Wenn ich Euch schon nackig beäugen kann, wieso dann auch nicht die Teile, auf Die Ihr selbst so stolz seid. Macht ja auch irgendwie einen gepflegten Eindruck, vor allem, wenn frau bedenkt, dass beim Rasieren auf jeden Fall schon mal Seife im Spiel ist. Seife,  Jungs, ist nie eine schlechte Idee.

Sodele, wenn dann also die Sicht frei ist auf des Mannes besten Freund und damit schon mal sicher ist, dass der Gutste in den letzten Tagen auch schon mal mit Seife in Berührung gekommen ist, dann hätte ich da aber einen ganz dringenden Wunsch:

Aber fangen wir aber mal ganz von vorne an:
Rasiert ist schon mal gar nicht mal so schlecht.
Rasiert und leicht gebräunt ist sogar ausgesprochen ästhetisch.
Besonders, wenn die Proportionen stimmen.
Nach den Erfahrungen mit meinem neuen Bügelbrettbezug kann ich nur bestätigen, dass Länge nicht alles ist. Das durchaus hübsche Kerlchen, dessen Handtuch ab Baumwollbügeltemperatur verschwindet, hat einen Penis von ca. 60cm Länge. Jungs, 5 Körbe ungebügelte Wäsche sagen wohl alles…

Aber egal ob kurz oder lang, dick, dünn, oval oder rund: Was überhaupt nicht geht, ist ein Sonnenbrand auf den Eiern.

Leute, da krieg ich ja Schmerzen an Stellen, die ich selbst überhaupt nicht habe.

Hallo! Für sowas gibt es Sonnencreme. Und wenn Ihr nicht Manns genug seid, Euch das Zeug mit laszivem Grinsen in aller Öffentlichkeit einzumassieren (was Frauen aller Altersgruppen und Körbchengrößen übrigens mit voller Berechnung mit ihren Brüsten ständig tun), dann geht meinetwegen auf’s Klo und imprägniert Euch. Aber bitte, bitte, bitte rennt nicht mit feuerwehrrotem Hodensack durch die Gegend. Das ist schrecklich, fürchterlich, gruselig!!!

Die  0,8% Unterschiede in der DNA eines Pavians und eines Menschen haben 100% ig mit dem Ansprechen der Weibchen auf einen hochroten Intimbereich zu tun.

Könnt Ihr das umsetzen, Männer, ja?

Danke!!!

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~ von danielag - Mittwoch, 19. August 2009.

10 Antworten to “Meine Herren…”

  1. Was ich getrunken habe, bevor ich diesen Artikel geschrieben habe?

    Chardonnay, 2 Gläser,

    von Aldi

  2. Waren da bei den Pavianen nicht die hochroten Hinterteile der Weibchen, die den sexuellen Reiz auslösen?

    Wie steht es um deinen Hintern? Können männliche Eier hartkochen? Wie drückt ein derart Sonnenverbrannnter Mann seine Pein in der Öffentlichkeit aus?

  3. Meinem Hintern geht es gut. Den habe ich nämlich gründlich eingecremt. Und außerdem lag oder saß ich da drauf. Im Schatten.

  4. Feuerwehrrot….autsch….Assoziation….Schlauch…ähm…egal.

    Imprägnieren fände ich toll, mir hat es auch schon beim Lesen weh getan.

    Gemildert allerdings durch heftiges Kichern.

  5. Ja nun, komisch nur, dass sich das betroffene Geschlecht nicht dazu äußern mag.

    Daniela (nüchtern)

  6. Hallo Danni, der Herr ist nun da!
    Geht ja mit „Meine Herren“ los, dein blogmot.
    Von den anderen Herren hört man allerdings noch nix hier.

    „…wir müssen über Ihre Geschlechtsteile sprechen.
    Ja, das Thema ist erschütternd, aber was ich heute gesehen habe, hat mich fix und fertig gemacht.“

    Geht mir mit Frauen auch so. Da wo die sich angeblich besonders „tabulos“ zeigen. Auf Millionärsparties? Nein, in den Pornos.
    Da mußte ich letztens feststellen, dass sie den Samen im Mund am Computer HINEINKOPIERT haben. Gefälscht! In einem marktführenden Hochglanzmagazin mit Top-Models!!!
    Nun bin ich zwar ein unprüder Christ, aber „Du sollst nicht falsch Zeugnis geben“ ist ein klares Gottesgebot! Das wird hier sogar im wörtlichen Sinn durch falsche Zeugnisflüssigkeit verletzt. In einem Magazin, dass nur dazu da ist, dass Frauen ein Sexideal darbieten und vorschlagen, wie auf einer vornehmen Philosphenbühne über bedeutende Fragen des Lebens, mit einem besonders erwachsenem Thema.

    Echte Lust habe ich dort seit den skandinavischen Pornomagazinen der Anfänge, den 70ern und 80ern, nur noch selten gesehen.
    Damals, wo die Leute selbst beim sich gegenseitig anpinkeln wie glücklich spielende Kinder von überall und nebenan wirkten.
    Sexuelle Befreiung eben. Lust als freies Angebot, nun auch bei Frauen selbstverständlich, statt hoch sanktioniert, und mit massig Vorbedingungen versehen.

    Heute in der Postmoderne, der Diktatur der Oberfläche, der Plattform, des Formats, muß alles sofort fetischisiert werden. Mit Ledermasken und Latexhandschuhen, nebst Fischhaut, oder mindestens Fishnets.

    Das ist nur noch Gemache, wo die Frauen gefährlich statt glücklich wirken sollen (wollen?).
    Wie Männer eben. Beim Sex also überall nur noch Schwule, und manche haben noch Titten dazu?
    Vielleicht hast du ja deshalb deinen blogtext mit „Meine Herren“ an die Allgemeinheit begonnen, obwohl bisher nur Damen antworten.
    Doch Penisneid?

    Diese Umschnallteile sogar auf Gesichtsmasken montiert sieht man immer häufiger an Frauen im Porno. Damit endlich auch die welche kaufen? Ich hab den Eindruck, dass die Frauen mittlerweile mehr Lust kriegen, wenn sie die gucken, statt die Männer. Das zum Thema Lust und Unlust beim Gucken.

    Diese „neuen“ Frauen sind vom Typ her so gewählt, und schauen auch so drein, als ob sie Penisse eher abbeißen wollen, als sie zu „verwöhnen“, und deuten das bisweilen sogar an.

    Das entstezt mich dann, wo ich mir fremde Geschlechtsteile nebst Körperumfeld plus Deko appetitlich ansehen wollte.

  7. In einem Magazin, dass nur dazu da ist, dass Frauen ein Sexideal darbieten und vorschlagen,…

    Also Gernot, da stimme ich Dir nicht ganz zu. Ich glaube nicht, dass in diesen Magazinen Frauen etwas vorschlagen. Die Redaktion von Hustler und Co. besteht aus Männern, die Männerphantasien in Szene setzen. Vorschläge von Frauen werden da wohl kaum berücksichtigt.
    Mich stimmt es sogar eher zuverlichtlich, dass sie nicht genug Darstellerinnen in dieser Branche finden, die sich mit dem Sperma von 2 Dutzend Kerlen im Mund ablichten lassen. Obwohl ich Dir sofort einen Link auf Youporn schicken könnte, wo eine Frau es kaum noch schafft, das Zeug runterzuschlucken. Um politisch korrekt zu wirken hat man das ganze so inszeniert, das die Wichser sie vorher immer fragen, ob sie mehr will und sie nickt mit weit aufgerissenen Augen wie ein Kind, das vom Nikolaus einen Lutscher angeboten bekommt.
    Der Vorschlag zu diesem Clip kam garantiert nicht von einer Frau. Und danach gefragt, werden auch viele Männer behaupten, dass sie auf sowas nicht stehen. Und ehrlich gesagt möchte ich das auch lieber glauben, sonst würde es mich ekeln, auch nur mit Kollegen im Aufzug zu fahren.

    Ich hab mir in der Hinsicht einiges angeguckt, um zu sehen, ob es da etwas gibt, was mich anturnen würde und bin bitter enttäuscht worden. Dinge, die tatsächlich an Lust erinnern, habe ich nur in der homosexuellen Sparte gesehen (männlich wie weiblich) Nur dort und dort auch nur selten wurde Sex als etwas dargestellt, das gleichberechtigte Partner miteinander tun und wo sich Geben und Nehmen die Waage halten.

    Ansonsten gab es noch sehr witzige Szenen, in denen sich Männer den Vibrator ihrer Frau an ihrem besten Teil festgeschnallt haben. Sie waren meist ziemlich beeindruckt von der Wirkung der Teile. Nur Lust habe ich vom Augucken nicht bekommen.
    Dafür habe ich herzlich gelacht über eine Frau, die auf einer Art getuntem Staubsauger saß – man nennt dieses Ding Sybian Machine – und sich über sich selbst lustig machte. Wenn die ansteckende Fröhlichkeit, die sie ausstrahlt, gespielt ist, Respekt. Aber es ist schon bemerkenswert, dass diese Unbefangenheit mit einer Maschine möglich ist und mit einem Mann anscheinend nicht. Zumindest will das niemand zeigen.

    Ich halte mich für eine halbwegs normale Frau (schweig stille, Gernot, wenigstens in diesem Fall) Und ich muss Dir sagen, dass die völlig krassen Sachen bei mir nur irritiertes Erstaunen auslösen und die üblichen Rammeleien in 3 bis 11 Stellungen und der abschließende Cum-Shot mich selbst unmittelbar vor dem Eisprung zu Tode langweilen und dass ich mir definitiv keine Maske mit Riesenpimmel dran kaufen werde.

    Und die Idee einem Mann sein Dings abzubeißen finde ich auch in meinen finstersten Stimmungen noch nicht wirklich befriedigend. Allein die Schweinerei, die das macht…

    Einen narkotisieren und ihm einen saublöden Spruch drauftätowieren dagegen könnte mir viel Freude bereiten.

    Wer zum Teufel sind also die Fans dieser eher krassen Pornoschnippsel? Ich nehme mal an, dass sich davon niemand hier äußern wird. Oder?
    Oder, oder, oder??????

  8. Ich möchte einwerfen, dass es ursprünglich um Sonnenbrand ging?!

    Dass wir nun beo Pornos gelandet sind, scheint mir ein Ablenkungsmanöver des Herrn G.D. zu sein. Bei mir wirkt das nicht, der Herr, bei mir nicht! Auch Wenn Frau D.G. sofort darauf eingegangen ist.

    Nur mal so am Rande.

  9. Der ursprüngliche Artikel ging um die Pflicht, Genitalien, die gar nicht zum Anschauen freigelegt wurden, sondern nur als Situationsnotwendigkeit trotzdem appetitlich halten zu müssen.

    Da habe ich auf einen Bereich umgeschwenkt, in dem diese Diskussion eher angebracht ist, weil sich dort die Leute genau dafür bezahlen lassen, dass man hinschaut. Darum müssten solche auf Sehenswertes und Appetitlichkeit achten, nicht normale Mitbürger. Was appetitlich ist, ist dann Geschmackssache, und zwar besonders im sexuellen Bereich so. Nicht wenige stehen da auch auf Fette oder Alte.

    Pornographie ist ausserdem nicht immer nur ein gut verkäufliches Produkt. Sie ist auf jeden Fall ein wesentlicher Bestandteil des sexuellen Diskurses, der theoretischen Diskussion über praktische Sexualität. Es gibt wissenschaftliche Abhandlungen, auch von Frauen darüber, die nicht einfach nur Schmutz konstatieren.

    Die Wikipedia erklärt zu „Theorie“:
    „Eine Theorie ist ein vereinfachtes Bild eines Ausschnitts der Realität, der mit diesem Bild beschrieben und erklärt werden soll.“ Theorie = vereinfachtes Bild des komplexen Phänomens.

    Dazu noch die wichtige Zeitgeistreflektion. Nicht besser darstellbar als symbolisch, am explizitesten symbolisch für die Postmoderne im Detail des Fetisch.
    „In äußerster Vereinfachung kann man sagen: ‚Postmoderne‘ bedeutet, dass man den Meta-Erzählungen keinen Glauben mehr schenkt.“ (Lyotard, Zitat Wikipedia)

    Theorien werden in der Postmoderne zu bloßen Erzählungen entautorisiert. So ist möglich, dass eine Erzählung, auch eine irreale und fetischierte eine Theorie darstellt.
    Der gesamte Sündenfall der Postmoderne besteht sogar meiner Meinung nach im „Iconising“, der Fetischbildung der Werbewirtschaft, auch im „Branding“, dem Markenfetischismus.

    In der Tat gibt es sehr viele Parallelen zwischen Marktwirtschaft und käuflichen Sex in allen Formen, weil Käuflichkeit das Zentralphänomen der Marktwirtshaft ist. Und die Bewerbung eine Fleischbeschau der Seele.

    Prostitution kommt ja von lat. prostare = sich herausstellen, sich nach vorne stellen = sich anpresiend bewerben, und die KonkurentInnen zurücklassen, um beim potenten Geld- und Dienstgeber als beste Wahl zu erscheinen.

    Marktwirtschaft ist zutiefst obszön, weit mehr als rote Eier!

  10. Übrigens muss ich doch noch mal auf die Sache mit den abzubeissenden Penisen zurückkommen. Vielleicht wollen die Frauen das ja doch. Jedenfalls statt die Männer zu verwöhnen.

    Denn wenn Pornografie das wiederspiegelt, was die Leute am liebsten miteinander tun wollen, dann wollen die Männer die Frauen auch nicht verwöhnen, sondern schlicht und ergreifend zu Tode rammen, egal um welche Körperöffnung es sich nun handelt.

    So, und nun zur Marktwirtschaft und Sexualität.
    Sexualität dient der Fortpflanzung, da stimme ich sogar der Bibel zu. Der Nebeneffekt der Lust stellt lediglich sicher, dass der Mensch sich der Sache auch arterhaltend oft widmet.

    Bei der Fortpflanzung und damit der Erhaltung der Art geht es um eine Bevorzugung der genetisch stärksten Exemplare Mensch (Hund, Katze, Maus, etc,) Und früher, als man weder Schminke noch Lifting noch computermanipulierte Bilder kannte, waren nun einmal die appetitlichen auch die gesündesten und damit genetisch stabilsten Exemplare. Denn jede Art der Schwäche fürhte zu glanzlosem Fell, von Furunkeln und Parasiten zerfressener Haut, eitirgen Augen oder von Mangelernährung ausfallendem Haar.
    Das unappetitliche Erscheinungsbild warnte davor, sich mit genetisch nicht ausreichend an die Umgebung angepassten Artgenossen zu paaren und damit möglicherweise den eigenen Genen die Chance auf Weiterverbreitung zu nehmen.
    Die „Werbung“ wurde unter Umständen nicht aktiv betrieben, fand aber doch – zum Wohle der Arterhaltung – statt.

    Heutzutage haben wir eher zu viel als zu wenig zu essen, und haben Mittel und Wege, uns besser darzustellen (uns also zu prostituieren – ach Gernot, der selige Josef Kollewe wird sich wohlig im Grabe räkeln, wenn wir das bei ihm gelernte so schön anzuwenden wissen)

    Und die Werbung nutzt natürlich diesen Drang aus. Mit Cremchen, Shampoo, und Rasierschaum gaukeln wir unserer Umwelt und den möglichen Sexualpartnern vor, appetitlicher und damit genetisch besonders hochwertig zu sein.
    Oder sagen wir besser, die Werbung gaukelt uns vor, dies gelänge uns mit eben dem Rasierschaum oder den Mach3 Klingen.

    So und jetzt habe ich wieder die Kurve zu den rasierten Eiern gekriegt. Das butterzart barbierte Skrotum signalisiert: Dieser Mann ist ein guter Gatte und Ehemann, denn er hat neben dem Broterwerb noch die Zeit und Muße, sich so pflegen, dass sogar der Hodensack zu einem haptisch wertvollen Ereignis wird. Die leichte Bräunung signalisiert, dass sogar noch Zeit zum textilfreien sonnen ist. Außerdem bescheinigt das eine gewisse Sinnlichkeit, was man mit gutem Sex in Verbindung bringen kann. Was wiederum die Aussicht auf Vermehrung – ganz wie Gott es gewollt hat – verbessert.

    Angebrannte Eier, und das wollte ich unbedingt loswerden, bescheinigen leider nur eine gewisse Blödheit und machen damit sexuell unattraktiv. Denn der blöde Steinzeitmensch erschlug sich womöglich selbst mit der Keule und seine Nachkommen verhungerten.

    Dass mir der Anblick direkt körperliche Schmerzen verursacht hat, bescheinigt mir ein gewisses Mitgefühl. Wenn es mir soches Unwohlsein bereitet, Zeuge solchen Leids zu werden, dann beweise ich doch lediglich, dass ich das Gebot der Nächstenliebe wahrhaftig verinnerlicht habe.
    Amen!

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