Örgs!

Nein, ich hab mich nicht an Sylvester in die Luft gesprengt. Auch wenn man das nach der langen Blogpause hätte annehmen können. Den Jahreswechsel habe ich in allerbester feuerwehrtechnischer Obhut verbracht. Und nach dem der Winter mir in seinen ersten Wochen wirklich zu schaffen gemacht hat, ging es mir letzte Woche plötzlich wieder viel besser.

Die Weihnachtsferien über waren die Kinder auf die Großeltern verteilt, si dass ich „nur“ arbeiten musste, was ausgesprochen erholsam war.
Aber auch nach der ersten Woche mit den Kindern war ich noch voller Tatendrang und gut gelaunt.

Dann gab es noch ein supertolles Chorwochenende in Limburg inklusive nächtlicher Singsession im Treppenhaus.

Am Montag abend im Chor wurde mir plötzlich übel. Ich dachte erst, das sei Übermüdung aber als dann Magenkrämpfe vom Feinsten dazu kamen, war klar,  dass es mit einer Runde schlafen nicht getan war.

Dienstag hat unsere Hausärztin nur nachmittags Sprechstunde. Als ich um 2 anrief, erfuhr ich, dass die Praxis die ganze Woche wegen Fortbildung geschlossen sei. Der nächste Arzt im Ort hatte ebenfalls den AB an. Die Praxis sei nicht besetzt.

Blieb der Allgemeinmediziner im Nachbarort und dahin lud man mich für 17 Uhr ein. Der tauchte aber erst eine halbe Stunde später auf und nach einer weiteren halben Stunde Wartezeit verschwand er wieder. Nach schlappen anderthalb Stunden und ein paar Begegnungen der besonderen Art (der Gutste betreut Drogenabhängige im Methadonprogram) Kam ich dann dran. Und dann die Megacoole Diagnose: In solchen Fällen gibt es drei Differenzialdiagnosen: Gastritis (haben Sie Stress?), ein Virus, oder Krebs. Ich murmelte: „und Lupus ist es eigentlich nie“ und verließ die Praxis mit der beruhigenden Gewissheit, dass es wohl keine Gastritis ist, da ich auch Durchfall habe, und der Schmerz sich mittlerweile über den gesamten Verdauungsapparat ausgebreitet hat.

Wenn ich zwischendurch bei Kräften bin, sauge ich die Zwiebackkrümel auf, wenns mir ganz mies geht, beginnt der Kater, den Haferschleimteller abzuschlabbern, bevor ich fertig gegessen habe, weil ich zu platt für wirksame Gegenwehr bin.

Ansonsten hadere ich mit meinem Teilzeit-Dasein. Ich bin nicht nur Teilzeit-Kraft in der Firma, nein ich bin auch nur teilzeit-krank. Denn nachmittags kommen die Kinder und die müssen essen etc. Natürlich sind die beiden schon groß genug, um einigermaßen rücksichtsvoll zu sein und sich ohne meine Hilfe zu streiten. Auch Tischabräumen geht ohne mich, weil der Kater auf Davids Gouda genauso scharf ist, wie auf Sarahs Leberwurst. Und dieses fürsorgliche Tier erinnert mich gerade daran, dass ich nicht zu lange am Rechner sitzen sollte, indem er sich auf meine linke Hand setzt, was die Tipperei etwas erschwert.

Folgen wir also dem weisen Rat des Stubentigers. Ciao

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~ von danielag - Donnerstag, 22. Januar 2009.

Eine Antwort to “Örgs!”

  1. Ich wünsche gute und schnelle Besserung. (Und kann mir die Haferschleimszene sehr bildlich vorstellen, Katzen sind so).

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