Was eine Hitze!

Das ist ja wie im Kongo!

Heute früh wieder laufen gewesen. Dunst in einer alten Allee mit Kopfsteinpflaster – traumhaft schön.

Im Wald, der wahnsinnig duftete überlegt, dass ich an solch einem Tag einmal sterben möchte. Hochbetagt will ich leicht erschöpft am Wegesrand mein Fahrrad abstellen und mich ins Gras setzen. Knitterig werde ich sein, denn so altern alle in unserer Familie. Ich will die feuchtwarme Luft atmen, den Holunder riechen. Die Vögel zwitschern hören. Einen letzten Blick durch flirrende Blätter in einen mit knubbeligen Wolken übersähten blauen Himmel werfen, lächeln und die Augen schließen. Dann sollen mich ein paar Kinder finden, die mich kennen und sagen: Guck mal, das ist ja die Oma Gebert. Eines wird mein Rad nehmen und jemanden holen und das andere soll mir Gänseblümchen ins Haar streuen. Und das war’s dann.

Aber jetzt bin ich noch sehr lebendig und ziehe los nach Sachsenhausen.

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~ von danielag - Samstag, 31. Mai 2008.

Eine Antwort to “Was eine Hitze!”

  1. Jap, das hört sich nach einer tollen Art zu sterben an. Die würde ich auch gern nehmen – obwohl – noch lieber das ganze im Herbst, wenn es nicht ganz so warm ist und das Laub schön bunt.

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