Ätsch, nicht in der Nordsee abgesoffen!

Wir sind wieder zu Hause.

Dochdoch, es hätte schon Möglichkeiten gegeben, sich ins Internet einzuklinken. Die coolste war ein Bhuddistisches Café ganz in unserer Nähe, in dem den ganzen Tag ein Ibizenco-Sender lief. Einfach toll mitten in Norddeutschland seinene Yogitee zu schlabbern und sich dabei spanisch berieseln zu lassen. Dabei hätte ich – wie gesagt – auch noch surfen können, aber – sorry to say that – ich hatte keine Lust.

Es gibt ja Leute, die mitleidig gucken, wenn man sagt, dass man mit 5 Kindern in den Urlaub fährt, tatsächlich gibt es kaum eine bessere Möglichkeit, mal völlig abzuschalten. Aber trotzdem nehme ich das Mitleid gerne an.

Gut, manchmal ist es mir auf den Wecker gegangen, dass wildfremde Leute laut durchzählen, wenn wir an ihnen vorbei gehen. Aber andererseits, falls mal eins fehlt, erfährt man es sofort und ohne sich umzudrehen- wenn die nämlich nur auf 4 kommen.

Was es über Büsum und St. Peter Ording zu sagen gibt, hat Tin@ hinreichend beschrieben. Wir waren in der Mitte zwischen beiden, in der alten Schäferei von Wesselburenerkoog.

Meine Mutter wollte wissen, ob das Dorf schön sei.
Ähm – es gibte gar keine Dorfe!
Wesselburenerkoog besteht nur aus ziemlich weit auseinander liegenden Höfen und hübsch geteerten Feldsträßchen auf denen es sich vorzüglich inlinern lässt. Und man hat so viel Platz, dass man vor dem Haus 5 Drachen gleichzeitig steigen lassen kann. – Und Bumerang werfen (theoretisch jedenfalls, ich sage nur „watch out for that pond“, hehehe)

Wettertechnisch war der Urlaub genial. So ziemlich jeden Tag wurde Regen angekündigt und so ziemlich jeden Abend gingen wir zufrieden mit dem Wetter ins Bett. Während im gar nicht so weit entfernten Hamburg die Feuerwehren ausrückten um nach Starkregen geflutete Keller auszupumpen, lagen wir am Strand und ließen uns die Sonne auf den dick eingecremten Bauch scheinen.

Und gerade habe ich beim Suchen nach hübschen Bilder aus Wesselburenerkoog festgestellt, dass der Bauer von nebenan, der außer dem  bei den Kindern sehr beliebten Hund Butzi auch einen schicken Hofladen hat, sogar der Bürgermeister von Wesselburenerkoog ist.

Also auf zum nächsten Dorf: Das wäre dann Schülp gewesen, wo unsere Frage nach dem Bäcker einen heftigen Heiterkeitsausbruch hervorrief. „Ja, sowas hat’s hier auch mal gegeben“ hieß es.  Also gab es Brötchen aus Wesselburen – waren ja auch nur 7 Kilometer. Aber man gewöhnt sich schnell daran, seine Einkäufe etwas besser zu planen und vor allem an den vielen Platz.

Übrigens bin ich ja eine sowas von fürsorgliche Mutter. Jawoll!
Alle waren sie in der reichlich frischen Nordsee – außer mir. (Ja, manchmal stehe ich zum Weichei-tum) Alle hopsten sie mit nassen Badehosen im Wind herum. Und wer hat den Schnupfen für alle gekriegt? Na? Wer? Ich!!!

 So, jetzt beschäftigt mich nur noch die Frage, ob ich meine Kinder jemals wieder dazu bringe, vor 9 aufzustehen. Ab Montag könnte das nützlich sein…

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~ von danielag - Samstag, 18. August 2007.

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