Kindesvernachlässigung in Erbach

In Erbach hat die Mutter dreier Kinder diese in der Sylvesternacht alleine gelassen, um feiern zu gehen. Besorgte Nachbarn beobachteten die Mutter, wie sie davonfuhr und die Kinder (10 Monate, 2 und 4 Jahre alt) alleine in der Wohnung zurück ließ und alarmierten die Polizei. Die Kinder wurden in Pflegefamilien untergebracht, wo sie unbestimmte Zeit bleiben werden, bis sie wieder zu ihrer Mutter zurückkehren können.

Die Wohnung machte einen verwahrlosten Eindruck. Die Mutter sei der Situation wohl nicht gewachsen.
Da der Säugling herzkrank ist, muss die Mutter erst einmal lernen, Arztermine einzuhalten.

Ich weiß nicht, ich hatte ja mal Bio als Leistungskurs und ich glaube, es ist bei den höheren Säugetieren so, dass an der Zeugung des Nachwuchses immer ein weibliches und ein männliches Exemplar der jeweilige Art beteiligt sind.

Scharfsinnig, wie ich nun einmal bin, schließe ich daraus: Jedes Kind hat einen Vater.

Wo war der Vater  dieser Kinder?

Wieso fragt die ganze beschissene Berichterstattung von HR3 nicht ein einziges Mal danach? Das Wort Vater ist nicht ein einziges Mal gefallen.

Wenn mit Kindern etwas schief geht, ist immer die Mutter schuld. Auf sie wird mit dem Finger gezeigt.

Der Vater verpisst sich, und die Gesellschaft, bzw ihre Medien lassen ihn damit durchkommen.

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~ von danielag - Dienstag, 2. Januar 2007.

2 Antworten to “Kindesvernachlässigung in Erbach”

  1. Gerade wurde in den Nachrichten erwähnt, dass der sorgeberechtigte Vater (sie haben also tatsächlich einen) der Kinder sich mit dem Jugendamt geeinigt habe, die Kinder zunächst in den Pflegefamilien zu belassen.

    Sorge-Recht!!! Das Recht, sich zu sorgen. Na, der scheint sich nicht so gerne Sorgen zu machen, wenn er die Kinder lieber Fremden überlässt, statt sie umgehend zu sich zu nehmen und auf Sozialhilfeniveau seine gesamte Zeit mit ihnen zu verbringen.
    Da müsste eben er bei den Dreien bleiben – auch an Sylvester!!!
    Ja, man kann mich fragen, ob der etwa seinen möglicherweise vorhandenen Job aufgeben soll und der Gesellschaft zur Last fallen soll?
    Soll er – oder das Jugendamt um die Übernahme der Tagesbetreuungskosten bitten.
    Bei Frauen ist das völlig in Ordnung.
    Sollte für Männer auch ok sein – zumindest, solange sie das Sorgerecht haben.
    Und wenn denen davon der Schwanz abfällt?
    Umso besser!!!

  2. Erinnerst Du Dich noch an den Fall, bei dem eine „berufstätige Mutter“ ihr Kind im Auto gelassen hatte, während sie arbeitete? Das Baby war im Auto erstickt.
    Hinterher stellte sich heraus, dass die Frau ihrem Mann in seiner Firma auf seine Bitte hin ausgeholfen hatte. Sie arbeitete also für den Vater des Kindes in einem klimatisiertem Büro, hatte Blickkontakt zu ihrem schlafenden Baby auf dem Parkplatz und vor lauter Stress rafften beide nicht, wie heiß es draußen und somit im Auto mittlerweile war.
    Natürlich unverzeihlich – aber auch in diesem Fall war der Vater mit keinem einzigen Wort erwähnt worden. Stattdessen die „berufstätige Mutter“ ganz allein dem öffentlichen Wohlwollen ausgeliefert. Naja, angesichts ihres Verlustes dürfte ihr das auch egal gewesen sein, aber ich habe mich damals mit SWR3 angelegt, die die Nachricht mit der berufstätigen Mutter halbstündig wiederholten.
    Ärsche!

    die Carola

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